Änderungen an der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP 23)


Zuletzt aktualisiert am: 28.06.2022

Die Gemeinsame Agrarpolitik der EU (GAP) sieht im Rahmen der Agrarreform vor, dass jeder Mitgliedsstaat einen Nationalen Strategieplan entwickelt. Das Bundesministerium für Ernäh-rung und Landwirtschaft (BMEL) hat den Entwurf des GAP-Strategieplans am 21. Februar 2022 bei der Europäischen Kommission zur Genehmigung eingereicht. Die bundeseinheitliche Ausgestal-tung der ersten Säule der GAP gliedert sich in die bekannten Instrumente „Einkommensgrund-stützung“ (ehemals Basisprämie), Umverteil-ungseinkommensstützung zur Stärkung kleiner und mittlerer Betriebe sowie die Junglandwirte-Einkommensstützung. Neu hinzu kommen sieben freiwillige, einjährige und bundeseinheitliche Maßnahmen („Öko-Regel-ungen“). Ebenfalls neu sind Gekoppelte Tierprämien für Schaf-, Ziegen- und Mutterkuh-halter. Um diese Tier- und Flächenbezogenen Förderungen zu erhalten sind die Grundan-forderungen an die Betriebsführung (GAB) sowie neun, teilweise neue und überarbeitete Standards für den guten landwirtschaftlichen und ökologischen Zustand von Flächen (GLÖZ) einzuhalten. GLÖZ und GAB, die bisher als Cross-Compliance bezeichnet wurden, bilden zukünftig mit dem bekannten Greening die Konditionalität. Die Ausgestaltung der zweiten Säule obliegt der jeweiligen Landesregierung. Für Hessen bedeutet dies, dass alle bestehenden HALM-Verpflichtungen zum 31.12.2022 beendet werden. Die entsprechenden Schreiben sind den Verpflichtungsteilnehmern bereits übersendet worden. Bis zum 04.10.2022 haben Sie die Möglichkeit neue Verpflichtungen im HALM 2 einzugehen. Die fünfjährigen HALM 2–Program-me können in unterschiedlicher Weise mit den einjährigen Ökoregelungen kombiniert werden. Da Sie Ihren Betrieb am besten kennen, ist es wichtig, dass Sie sich einen Überblick über alle Fördermöglichkeiten verschaffen, um die für Ihren Betrieb geeigneten ausfindig zu machen. In diesem Link möchten wir Ihnen die GLÖZ-Standards und Ökoregelungen (ÖR), sowie die HALM 2–Programme detailliert vorstellen. Bitte beachten Sie, dass noch nicht alle Informationen gesetzlich gesichert sind und somit nicht endgültig festgelegt sind. Am 20.05.2022 hat die EU-Kommission ein Schreiben mit Anmerkungen zur weiteren Verbesserung des deutschen Entwurfs des Strategieplans übermittelt. Das BMEL hat nun die Möglichkeit weitere Informationen nachzureichen und Änderungen vorzunehmen und den Strategieplan erneut zur Genehmigung einzureichen. Wir werden uns vorliegende Informationen fortlaufend ergänzen!

Grünlandumbruch

Wir haben den Leitfaden zum Umbruch von Grünland neu eingestellt. Ihr besonderes Augenmerk sollten Sie dabei auf die Checkliste "Prüfung Grünlandumbruch unter den Gesichtspunkten des Naturschutzes" auf den Seiten 13–15 legen. Download